Presseberichte 2009

Osterholzer Kreisblatt vom 29. Juli 2009:

60. Erntefest in Sandhausen

Osterholz-Scharmbeck. Die Strohfigur "Hinnerk" weist an der B74 auf das 60. Sandhausener Erntefest vom 7. bis 9. August hin. Das über 30-köpfige Organisationsteam des Ortsvereins Sandhausen kündigt eine gesunde Mischung aus Altbewährtem und frischen Ideen für die Jubiläumsfeierlichkeiten an. Höhepunkt ist der große Festumzug.

Osterholzer Kreisblatt vom 29. Juli 2009:

Hinnerk bittet zum Erntefest in Sandhausen

Vom 7. bis 9. August wird gefeiert / Organisatoren: Mix aus Altbewährtem und frischen Ideen

Von Michael Rabba. Osterholz-Scharmbeck. Hinnerk ist nicht zu übersehen - die Strohpuppe informiert alle, die auf der B74 durch Sandhausen fahren, dass vom 7. bis 9. August in der Ortschaft Erntefest gefeiert wird. Einen Hinweis aber gibt der Schubkarren-Mann mit dem kecken Eimer-Zylinder aber nicht: In diesem Jahr geht nicht irgendein Erntefest in Sandhausen über die Bühne, sondern mit der 60. Auflage ein ganz beson- deres Fest

Das über 30-köpfige Organisationsteam des Ortsvereins Sandhausen kündigt eine "gesunde Mischung" aus Altbewährtem und "frischen Ideen" für die drei Tage auf dem Festplatz bei der Gaststätte Arps an. Wünsche und Anregungen aller Altersklassen seien "sehr ernst" genommen worden, wird mitgeteilt. Jugendliche könnten sich zum Beispiel auf das Karussell "Night-Dancer" freuen, das erstmals auf dem Sandhausener Erntefest Station macht.

Die Festtage beginne am Freitag, 7. August, ab 20.15 Uhr mit einem Laternenumzug durchs Dorf für Kinder und Jugendliche und deren Eltern, Geschwister und Großeltern. Musikalisch begleitet wird der Umzug vom Spielmannszug Osterholz-Scharmbeck. Im Festzelt gibt es bei der Rückkehr "süße Überraschungen". Sein "blaues Wunder" kann dort zudem erleben wer sich einen Bullenritt zutraut: Um 20.30 Uhr startet das "Ame- rican Bullriding" - Teams aus Sandhausen und Umgebung werden gegeneinander antreten, um die Sieger- krone "auszureiten". DJ Harry moderiert den Abend. Der Eintritt ist frei, teilt der Ortsverein mit.

Am Sonnabend, 8. August, geht es dann gemütlich im Festzelt weiter - ab 14 Uhr werden Kaffee und Kuchen serviert. Begleitet vom Akkordeonorchester "Viel Harmonie" des TV Hambergen werden Sandhausener Gruppen und Originale mit Sketchen und Tanzvorführungen für Unterhaltung sorgen. Der MGV "Frohsinn Sandhausen" sowie die Singgemeinschaft Sandhausen sind ebenfalls an diesem "bunten Nachmittag" mit von der Partie. Um 21 Uhr beginnt dann der Erntefestball mit der Gruppe "New Colour", die schon in den ver- gangenen Jahren für Stimmung auf dem Parkett bis in die Morgenstunden sorgte.

Besinnlich wird es am Sonntag, 9. August, ab zehn Uhr beim traditionellen Zeltgottesdienst mit Pastorin Christa Siemers. Ab elf Uhr können sich die Besucher dann mit einer Erbsensuppe stärken, um für den Höhe- punkt des Erntefestes gerüstet zu sein - den großen Umzug.

Um 14 Uhr starten dazu wieder zahlreiche buntgeschmückte Erntewagen und kostümierte Fußgruppen. Der schönste Erntewagen wird mit 50 Euro prämiert, auf die originellste Fußgruppe wartet eine Prämie von 25 Euro. Da das 60. Sandhausener Erntefest an diesem Wochenende das einzige solche im gesamten Stadt- gebiet ist, erwarten die Organisatoren besonders viele Umzugsteilnehmer um Gäste.

Nach der Festrede von Pastorin Christa Siemers und den Ansprachen des Ortsvorstehers Gustav von Oehsen und das 1. Ortsvereinsvorsitzenden Peter Becken wird schließlich die Erntekrone in das Zelt gebracht, bevor dann ab 16 Uhr die Gruppe "New Colour" erneut die Bühne betritt und das Fest bis in die Abendstunden aus- klingen lässt.

Nähere Informationen rund um das Erntefest gibt es im Internet (www.erntefest-sandhausen.de).

Osterholzer Kreisblatt vom 29. Juli 2009:

Skat und Mau-Mau als "Erntefest-Vorboten"

Osterholz-Scharmbeck (rab). Sozusagen als "Vorbote" des Sandhausener Erntefestes wird am Mittwoch, 5. August, im Festzelt zum vierten Mal ein Skat- und Mau-Mau-Turnier ausgerichtet. Die Karten werden ab 19 Uhr gemischt. Das Turnier erfreute sich in den vergangenen Jahren großer Resonanz - annähernd 100 Karten- freunde aller Altersklassen spielten in lockerer Atmosphäre um Fleischpreise. Auch diesmal soll kein Teil- nehmer leer ausgehen, verspricht der ausrichtende Ortsverein. Voranmeldungen für die Teilnahme am Turnier sind noch bis Dienstagabend, 4. August, in der Gaststätte Arps an der B74 möglich (Telefon 04791/57435). Aber auch Kurzentschlossene haben die Möglichkeit, mitzuspielen - sie können sich am Turnierabend bis 18.30 Uhr im Festzelt anmelden.

Gemeindebrief-Magazin "ankreuzen" in der Ausgabe August/September 2009:

Erntefest in Stadt und Land

Die Erntefeste zwischen Tradition und neuen Ideen

Nach altem Brauch begann Ende Juli, um Jacobi (25.), die Erntezeit. Der erste Erntetag begann mit einer Erntebetstunde in der Kirche, zu der die Erntehelfer, bunt geschmückt, auch die Arbeitsgeräte mitbrachten. Die letzte Garbe der Ernte wurde gemeinsam gebunden und auf den Wagen geladen. Dem letzten Fuder kam mit der Erntekrone eine besondere Achtung zu. Die Krone, Symbol der Macht, war auf den Kranz gebunden. Ohne Anfang und Ende steht er als Zeichen der Ewigkeit, der Unendlichkeit. Die Vielzahl der gebundenen Ähren, die die Krone bildet, erinnert die Menschen an ihre Abhängigkeit von der Natur. Ohne eine gute Ernte war kein Überleben im Winter möglich. So wurde die Macht der Natur im Symbol der Erntekrone dargestellt.

Erntefeste gehören zu den frühesten Festen der Menschheit. Unsere Vorfahren verbanden mit dem Einbringen der Ernte fröhliche Gebräuche und auch religiöse Rituale. Heute ist der Dank für die Ernte der Ausdruck unseres Glaubens: Wir bedanken uns als Christen sehr bewusst für das "täglich Brot", für das wir im Vater- unser bitten. Erntefeste waren seither besondere Vorhaben, wo gesungen, getanzt, gespielt, gegessen und getrunken wurde.

In sieben Ortschaften unserer Region feiern Bürgerinnen und Bürger Erntefeste mit einem Volksfestprogramm. Der Ablauf aller Erntefeste spiegelt die Schwerpunkte alter Gebräuche unserer Vorfahren wider. Sandhausen feiert in diesem Jahr das "60. Sandhausener Erntefest" und soll ein Beispiel der erlebten und gelebten Ernte- fest-Tradition in einer guten Dorfgemeinschaft erzählen. Der Trubel beginnt am Freitag mit dem Laternenum- zug der Kinder. Das Samstags-Programm startet mit dem "Bunten Nachmittag" unter Mitwirkung der Vereine, des Spielkreises, der Grundschule und Gruppen. Abends findet der Ernteball für "Jung & Alt" statt.

Der Sonntag beginnt um 10 Uhr mit dem Gottesdienst im Festzelt und dem anschließenden Erbsensuppen- essen. Der Erntefestumzug bildet nachmittags den Höhepunkt der Festtage. Dann fahren geschmückte Wa- gen, von Musik begleitet, durch die Ortschaft. Auf den von Pferden und Tracktoren gezogenen Wagen erken- nen wir Getreide, Feld- und Gartenfrüchte sowie ein Meer aus Blumen. Kinder und Erwachsene reihen sich als Gruppen in farbenfroher Kleidung in der Zug ein. Teilnehmer und Zuschauer erleben "fein herausgeputzte" Straßenzüge und liebevoll geschmückte Grundstücke. Das Einbringen der Erntekrone und Festreden runden diesen Teil ab. Bei Kaffee, Kuchen und guten Getränken sowie mit Gesang und Tanz am Abend erleben alle einen harmonischen Abschluss des Erntefestes.

Das Sandhausener Erntefest zeigt auch den Generationenwechsel in der Verantwortung für das Fest der Dorfgemeinschaft. Der Männergesangverein "Frohsinn" hat von 1952 bis 2005 die Erntefeste organisiert und dazu beigetragen, dass dörfliches Miteinander einen besonderen Platz findet. Jetzt hat diese Aufgabe das - "Erntefestkomitee Ortsverein Sandhausen e.V." - um Peter Becken und Thomas Usedom übernommen. Junge Menschen beleben Tradition und Erfahrung mit neuen Ideen und Programmpunkten: So findet bereits am Mitt- woch ein gut besuchtes Mau-Mau- und Skatspiel im noch nicht geschmückten Festzelt statt. Am Donnerstag startet das gemeinsame Schmücken des Zeltes durch die Bevölkerung. Am Freitag, nach dem Laternenum- zug, erfreuen Schüler- und Jugendbands die vorwiegend jungen Besucher und am Sonntag werden nach dem Umzug die besten Wagen prämiert. 2009 freut sich Sandhausen auf ein neues Festerlebnis: Das Bullenreiten. Kommen Sie bitte alle gesund nach Hause! Das "unter dem Strich die Zahlen stimmen", dafür sorgt Reiner Sobottka. So können ausgesuchte Projekte in der Ortschaft finanziell unterstützt werden.

Wir Christen Christen begreifen die Erde und den Himmel als Schöpfung Gottes. Gott trägt dafür Sorge dass es uns Menschen an nichts, was das Leben erhält, mangeln wird. Das hat er versprochen: "Solange die Erde besteht, sollen Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht nicht aufhören." (1. Moses 8,22)

Allen Verantwortlichen, den Bürgerinnen und Bürgern in Stadt und Land und allen Gästen wünsche ich ein gutes Gelingen, viel Freude, gutes Wetter und Gottes Segen. Eckart Richter

Osterholzer Kreisblatt vom 18. April 2009:

Sandhauser Dorfgemeinschaft wird von vielen getragen

Ortsvorsteher Gustav von Oehsen hatte eingeladen

Von Angelika Meurer-Schaffenberg. Sandhausen. Sandhausens Ortsvorsteher Gustav von Oehsen ist zufrie- den: "Hier arbeiten alle gut zusammen", resümierte er nach einem Abend in Arps Gasthaus, zu dem er eingeladen hatte. Auch Bürgermeister Martin Wagener war gekommen, um sich über Aktivitäten im Ort zu informieren und sich die Fragen der Einwohner anzuhören. [...] Zum 60. Sandhauser Erntefest im August habe sich der Verein eine besondere Überraschung ausgedacht, kündigte Peter Becken [vom Ortsverein] an. [...]

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